﻿Projekte / Streunerhunde in Rumänien  	 	
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Brennpunkt

In den Straßen der rumänischen Hauptstadt Bukarest leben mehr als 60.000 Straßenhunde. Seit Frühjahr 2001 werden die Tiere auf Anordnung des Bürgermeisters Traian Basescu wieder massenhaft getötet. Die Tiere werden erwürgt, zu Tode geprügelt oder mit Strychnin vergiftet. Die Zahl der Straßenhunde wurde durch das sinnlose und brutale Vorgehen der Stadtverwaltung weder eingedämmt noch gestoppt. Denn die Tiere vermehren sich mindestens ebenso schnell, wie die Stadtverwaltung tötet.

Von 1995 bis Ende 2001 war VIER PFOTEN in der rumänischen Hauptstadt Bukarest aktiv, um der unkontrollierten Vermehrung der zu der Zeit mehr als 100.000 streunenden Hunde auf humane Weise Herr zu werden. VIER PFOTEN entwickelte und praktizierte in Bukarest ein Kastrationsprogramm mit veterinärmedizinischer Grundversorgung und Markierung der kastrierten Hunde. Nach langen Verhandlungen mit den Behörden schien mit der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen VIER PFOTEN und dem Bukarester Bürgermeister Traian Basescu im März 2001 das Kastrationsprojekt auf einer gesicherten Basis zu stehen. Nur wenige Wochen nach Vertragsunterzeichnung ordnete Bürgermeister Basescu jedoch, ohne ersichtlichen Grund, erneut die Tötung der Bukarester Straßenhunde an.
	  	

Brennpunkt

Hintergrund

Projektgeschichte

Fang, Kastration und Kennzeichnung
  	  	 

Aufgrund der wiederaufgenommenen Massentötung der Streunerhunde und des fortwährenden Vertragsbruches von Bürgermeister Traian Basescu musste VIER PFOTEN das Kastrationsprojekt in Bukarest leider bis auf weiteres einstellen. Unter den derzeitigen Voraussetzungen ist jeglicher Einsatz im Rahmen des Kastrationsprojektes in Bukarest sinnlos. Denn die städtischen Hundejäger fangen und töten auch Tiere, die von VIER PFOTEN bereits kastriert und markiert wurden.

Mit nationalen und internationalen Protesten versuchte VIER PFOTEN das Kastrationsprojekt in Bukarest zu retten und Bürgermeister Basescu zum Einlenken zu bewegen. Aber alle Appelle, Aktionen, Verhandlungen und Proteste blieben bisher erfolglos.

Andere Städte zeigen Interesse

In der rumänischen Öffentlichkeit wurden die Aktivitäten von VIER PFOTEN zur Aufhebung des Tötungsbefehls und das kompromisslose Vorgehen Basescus breit diskutiert. Damit wurde auch der tiergerechte Ansatz, das Streunerhunde-Problem durch Kastration zu lösen anstatt durch Tötungen, in kürzester Zeit im Lande populär.

Inzwischen traten Bürgermeister verschiedener rumänischer Städte an VIER PFOTEN heran und baten um Unterstützung bei einer tiergerechten Lösung der örtlichen Streunerhunde-Problematik. Darunter die Städte Galati mit 8.500 Streunerhunden, Buzau mit etwa 5.000 herrenlosen Hunden und die Gemeinden Busteni und Sinaia.
	  	
  	  	 

Vom 15.05.2002 bis zum 01.06.2002 führte das VIER PFOTEN Team in der Gemeinde Busteni das bewährte Kastrationsprogramm mit veterinärmedizinischer Versorgung und Markierung der Tiere durch. In der mobilen Klinik wurden 502 Hunde operiert. Die Operationsmethode ist schonend, sodass die Tiere nach kurzer Zeit wieder an ihre angestammten Plätze entlassen werden konnten.

Am 17.06.2002 startete das Kastrationsprogramm in der Karpatenstadt Sinaia. Im Laufe eines Monats wurden hier 945 Hunde kastriert.

Am Schwarzen Meer war die mobile Klinik vom 02. bis zum 21. August unterwegs. In den Orten Vama Veche, Doi Mai und Limanu wurden 466 Hunde behandelt und operiert.

In der Universitätsstadt Galati leben schätzungsweise 8.500 Streunerhunde. Vom 26. August bis zum 12. September konnten das VIER PFOTEN Team hier 1.459 Streunerhunde kastrieren. Ein zweiter Einsatz der mobilen Klinik folgte im November.

In 2002 konnten die VIER PFOTEN insgesamt rund 7.400 Tiere (Hunde und Katzen) tierärztlich behandeln und operieren.

Von der örtlichen Bevölkerung wird der Initiative von VIER PFOTEN überall viel Sympathie entgegengebracht.

Durch regelmäßige ambulante Einsätze in den gleichen Orten wird VIER PFOTEN den Erfolg des Kastrationsprojektes belegen können. Damit werden dann hoffentlich auch die Verantwortlichen in Bukarest erkennen, dass sich das Streunerhunde-Problem der Hauptstadt durch Kastration auf humane Weise lösen lässt.
	  	
  	  	 

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